Dummy Training – nicht einfach nur apportieren!

Eine wunderbare und für den Hund wertvolle Beschäftigungs-Möglichkeit ist die "Dummy-Arbeit", welche die jagdliche Arbeit des Apportierens nach dem Schuss nachempfindet. Die Spezialisten für diese Aufgabe sind Retriever (engl. to retrieve = herbeiholen, bringen, wiederauffinden), aber auch bei allen anderen bewegungs- und apportierfreudigen Hunden kann man durch geeignetes Training für dieses „Spiel“ Begeisterung auslösen. Das Dummy (engl. = Attrappe) ist ein gefülltes Jute- oder Leinensäckchen, das zum Apportieren anstelle von Wild verwendet wird und auch auf dem Wasser schwimmt. Es gibt Dummys in verschiedenen Größen – Standard für erwachsene Hunde ist 500g, kleinere Hunde können gern mit 250g Dummys arbeiten.

Man unterscheidet 3 Arbeitsbereiche:

  • Beim Markieren kann der Hund die Flugbahn des Dummys beobachten und soll sich die Fallstelle merken (markieren). Auch kommt es vor, dass der Hund nur einen Teil der Flugbahn verfolgen kann. Im Laufe des Trainings entwickelt er die Fähigkeit, die Entfernung (auch in schwierigerem Gelände) richtig einzuschätzen und sich die Fallstellen auch über einen längeren Zeitraum zu merken. Im Idealfall rennt der Hund auf direktem Weg zum geworfenen Dummy, nimmt es auf und bringt es auf dem kürzesten Weg zum Hundeführer zurück
  • Beim Einweisen hat der Hund nicht die Möglichkeit zu markieren, aber der Hundeführer kennt den Bereich, in dem sich das Dummy befindet. Mit Hilfe von Stimme, Pfeife und Handzeichen wird der Hund in dieses Gebiet geschickt. Auch auf größere Distanzen muss sich der Hund in verschiedene Richtungen einweisen lassen. Bei dieser Arbeit muss der Hund einerseits gut lenkbar sein, andererseits muss er - im entsprechenden Gebiet angekommen - selbstständig suchen und finden Bei der Verlorensuche weiß der Hundeführer nur ungefähr, in welchem größeren Gebiet sich Dummys befinden. In diesem Bereich soll der Hund völlig selbstständig suchen. Findet der Hund ein Stück, muss er es unverzüglich zum Hundeführer bringen und darf ggf. nicht mit einem anderen gefundenen Dummy tauschen.
  • Bei der Verlorensuche weiß der Hundeführer nur ungefähr, in welchem größeren Gebiet sich Dummys befinden. In diesem Bereich soll der Hund völlig selbstständig suchen. Findet der Hund ein Stück, muss er es unverzüglich zum Hundeführer bringen und darf ggf. nicht mit einem anderen gefundenen Dummy tauschen. Bei der Verlorensuche befinden sich mehrere Dummys im Gebiet. Der Hund wird auch mehrmals zum Suchen geschickt

Dummytraining ist außerordentlich vielseitig. Neben einem soliden Grundgehorsam und einer guten Kommunikation zwischen Mensch und Hund ist zuverlässige Kontrollierbarkeit – auch unter großer Ablenkung – gefragt. Der ständige Wechsel zwischen ruhiger Konzentration und Action macht Hunden und Menschen sehr viel Spaß und trainiert optimal die Erregungskontrolle des Hundes.

Was spricht für das Dummytraining? Welche Vorteile hat es?

  • Teamarbeit, gemeinsame Beschäftigung
  • „Kopfarbeit“ und Nasenarbeit für den Hund, Förderung der Konzentration
  • Festigung des Grundgehorsams unter Ablenkung
  • Bewegung
  • kann auf jedem Spaziergang, im Urlaub etc. ohne lange Vorbereitung ausgeübt werden
  • lässt dem Hund ein gewisses Maß an (kontrollierter) Selbstständigkeit
  • der Schwierigkeitsgrad ist fast beliebig steigerbar, es gibt viele Variationen, so dass keine Langeweile aufkommt

Ihr Hund verfügt über einen guten Basisgehorsam, dies bedeutet, er führt die Signale „Sitz“, „Platz“, „Komm“ und „Apport/Bring“ (Aufnehmen, Heranbringen sowie die Herausgabe des Gegenstandes in die Hand des Menschen) zuverlässig aus und bringt eine gesteigerte Begeisterung für das Apportieren mit?

Dann sind Sie in dieser Trainingsgruppe richtig! - nähere Infos zu dem aktuellen Angebot finden Sie unter Trainingsplan

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